Antworten auf deine Fragen

  • Feldenkrais ist eine Lernmethode, keine Therapie. 

    Sie wurde von Dr. Moshe Feldenkrais entwickelt. Als Ingenieur und Physiker interessierte er sich für Mechanik. Als Judoka erforschte er intensiv menschliche Bewegung. Seine Methode untersucht die Zusammenhänge zwischen Bewegung, Wahrnehmung, Denken und Fühlen.

    Es geht nicht darum, dich zu "reparieren". Es geht darum, dass du lernst, dich selbst bewusster wahrzunehmen und dich funktionaler zu bewegen.

    Wofür steh die Abkürzung ATM?                   
    Awarenes Through Movement = Bewusstheit durch Bewegung

    Wofür steht die Abkürzung FI?                 
    Funktionale Integration

  • Durch sanfte, kleinschrittige Bewegungsanleitungen entdeckst du:

    • wie du dich bewegst

    • wo du mehr Kraft einsetzt als notwendig

    • welche Alternativen es gibt

    • wie sich Leichtigkeit anfühlt

    • welche Bewegungspotentiale in dir liegen.   

    Viele Menschen spüren bereits nach der ersten Stunde Unterschiede. Nachhaltige Veränderungen entstehen durch regelmäßige Praxis.

  • Körperlich 

    • weniger Schmerzen und Verspannungen

    • mehr Beweglichkeit und Geschmeidigkeit

    • bessere Balance und Koordination

    • müheloseres Bewegen

    Mental

    • mehr Bewusstheit für dich und deinen Körper

    • Erkennen ungünstiger Muster und die Fähigkeit sie zu verändern

    • klarere Selbstwahrnehmung

    • mehr Selbstvertrauen durch Selbstwirksamkeit

  • Feldenkrais ist unabhängig von Alter, Fitness oder Vorerfahrung. Du brauchst keine besonderen Voraussetzungen nur Neugier und die Bereitschaft, dich auf dich selber einzulassen.

  • Bequeme, lockere Kleidung, in der du dich gut bewegen kannst.

  • Reiten ist Bewegung in Beziehung. Wenn dein Körper sich unnötig anspannt, kompensiert oder sich festhält, spürt das dein Pferd sofort.
    Feldenkrais hilft dir, diese Muster wahrzunehmen. Nicht um dich zu korrigieren, sondern damit du Alternativen entdecken kannst. 

  • ATM für Reiter*innen sind verbale Bewegungsanleitungen am Boden oder im Sattel. Du erforschst langsam, achtsam und fragst dich zum Beispiel: 

    • Wie organisiere ich mein Becken?

    • Wo halte ich unnötig fest?

    • Wieviel Kraft brauche ich wirklich?

    • Was passiert, wenn ich weniger mache? 

    Viele Reiter*innen berichten von:

    • mehr Aufrichtung ohne Anstrengung

    • beweglichere Hüften

    • weichere Hände

    • stabilere, aber nicht starre Balance. 

    Dein Sitz wird nicht "gemacht". Er entsteht aus besserer Organisation.

  • Wenn du dich anders organisierst, muss dein Pferd weniger kompensieren. Reiter*innen erleben häufig:

    • feinere Reaktionen auf minimale Hilfen

    • gleichmäßigere Übergänge

    • mehr Losgelassenheit

    • ein ruhigeres Tempo

    Nicht weil du mehr tust. Sondern durch dein bewusstes Handeln in der Bewegung. 

  • Funktionale Integration kann:

    • alte Spannungsmuster lösen

    • Bewegungsräume öffnen

    • dein Körpergefühl verfeinern

    • deine Balance neu organisieren

    • chronische Haltestrategien reduzieren

    Oft entsteht danach ein Gefühl von:

    • mehr Länge

    • mehr Raum

    • mehr Ruhe

    • mehr Balance

    • mehr Stabilität ohne Starrheit

    Diese Veränderung zeigt sich direkt im Sattel.

  • Ja, aber nicht im Sinne einer Sitzkorrektur.

    Wir arbeiten nicht an "Fehlern". Du erforschst deine Körperorganisation.

    Wenn dein Becken beweglicher wird, dein Brustkorb freier, dein Atem ruhiger, verändert sich dein Sitz von selbst.

  • Dein Pferd spürt jede Spannung in deinem Körper. Wenn du dich anders organisierst, reagiert dein Pferd unmittelbar. Reiter*innen berichten zum Beispiel von:

    • gleichmäßigeren, ruhigeren Tritten

    • weicheren Übergängen

    • mehr Losgelassenheit im Rücken

    • konstanterer Anlehnung

    • feineren Reaktionen auf minimale Hilfen

    Nicht, weil du "mehr richtig" machst. Sondern weil du weist was du tust. Wenn dein Becken freier schwingt, dein Atem ruhiger wird und deine Aufrichtung müheloser ist, muss dein Pferd weniger ausgleichen. Es kann sich selbst besser organisieren.

  • Nachhaltige Veränderung entsteht durch Wiederholung. Das Nervensystem lernt durch Erfahrung. Deines genauso wie das deines Pferdes.

    Mit jeder bewussten Bewegung wächst die Selbstorganisation, im Sattel und im Alltag.   

  • Manche Veränderungen sind sofort spürbar. Andere entwickeln sich mit regelmäßiger Praxis.                                 
    Das Nervensystem lernt durch Erfahrung. Mit jeder bewussten Bewegung wächst Qualität, für dich und für dein Pferd. 

  • Viele Menschen erleben:

    • weniger Verspannung im unteren Rücken

    • freiere Hüften

    • weniger Druck in Knien und Schulter

    • ein insgesamt leichteres Körpergefühl.

    Schmerz wird nicht "wegbehandelt". Aber oft entsteht er durch ungünstige Muster. Wenn sich diese verändern, verändert sich häufig auch das Empfinden. 

  • Nein. Es ist eine Ergänzung.
    Du lernst dich selbst besser kennen und bringst diese Qualität mit ins Training. 

  • Für Reiter*innen, die:

    • feiner reiten möchten

    • Schmerzen reduzieren wollen 

    • ihre Hilfengebung klären wollen

    • Balance nicht über Spannung erzeugen wollen

    • langfristig gesund bleiben möchten.

  • Derzeit nicht. Meine Arbeit lebt von der persönlichen Begegnung und dem direkten Kontakt.

  • Weitere Informationen findest du beim Feldenkrais-Verband:
    http://www.feldenkrais.de 

  • Dasselbe wie für Menschen: eine Lernmethode. Ich biete deinem Pferd durch sanfte, achtsame Berührungen neue Bewegungserfahrungen an. Dein Pferd entscheidet selbst, ob es dieses Angebot annimmt, wie lange es nachspürt und was es daraus macht. Es lernt in seinem Tempo, ohne Druck.

  • 1. Kennenlernen                         
    Ich beobachte, wie dein Pferd steht, sich bewegt und atmet. Ich nehme Kontakt auf und frage nonverbal um Erlaubnis. Dein Pferd entscheidet, ob es bereit ist, in einen Dialog zu gehen.

    2. Funktionale Integration                   
    Durch sanfte, präzise Berührungen lade ich dein Pferd ein:

    • Verspannungen loszulassen

    • minimale Bewegungen zuzulassen

    • neue Zusammenhänge zu spüren.                         

    Der Fokus liegt auf Funktion. Achtsam und im Dialog. Mache Pferde kauen, seufzen, gähnen. Jedes Pferd reagiert anders.              

    3. Nachspüren                      Nach der Einheit braucht dein Pferd Zeit. Manche stehen lange ruhig. Andere beginnen sich sanft zu bewegen.

    Plane ausreichend Zeit ein, in der du bei deinem Pferd bist, es aber nicht berührst oder ansprichst. Dein Pferd entscheidet, wie lange es zur Verarbeitung braucht.

  • Nein. 

    Bitte plane nach der Einheit Ruhe ein. Spazieren gehen ist möglich, aber kein Reiten und kein Training.   

  • Körperlich

    • Lösen von Verspannungen

    • geschmeidigere Bewegungen

    • bessere Balance

    • funktionale Bewegungsmuster  

    Mental

    • mehr Aufmerksamkeit

    • weniger Stress

    • mehr Vertrauen

    •  bewusstere Bewegungen

    • Dein Pferd erlebt, dass es ernst genommen wird.

    • Es darf eigene Impulse zeigen.

    • Es erlebt Selbstwirksamkeit.

    • Eure Kommunikation wird feiner und klarer.

  • Für...

    • junge Pferde

    • Pferde im Training

    • Pferde mit Verspannungen

    • Rehapferde 

    • Pferde in Boxenruhe

    • ältere Pferde

  • Ja und ich zeig dir wie.                                                                                                      So könnt ihr auch zwischen den Terminen gemeinsam Bewegung erforschen und eure Verbindung vertiefen.

  • Longieren als Dialog ist ein von Katharina Möller entwickeltes Longier- und Bodenarbeitskonzept.
    Im Mittelpunkt steht die Kommunikation über Bewegung.
    Das Pferd wird nicht in eine äußere Form gebracht, sondern entwickelt eigenständig eine für seinen Körper sinnvolle Haltung und Bewegungsweise.

  • Im klassischen Longieren steht der Mensch meist statisch im Zirkel.
    Beim Longieren als Dialog bewegt sich der Mensch mit dem Pferd. Führung und Orientierung entstehen über:

    • klare Körpersprache

    • Position im Raum

    • Stimme   

    • bewusste Longenführung                                           

    So entsteht ein fein abgestimmter Bewegungsdialog, der Sicherheit gibt und gleichzeitig die Eigenwahrnehmung des Pferdes fördert.

  • Nein.
    Gearbeitet wird am Kappzaum, ohne Hilfszügel.
    Das Pferd soll nicht in eine vorgegebene Form gebracht werden, sondern lernen, sich selbst funktional zu organisieren.

  • Ja, ein gut sitzender Kappzaum ist wichtig.
    Wenn du keinen besitzt, bringe ich verschiedene Varianten mit, sodass wir gemeinsam eine passende Lösung finden.

  • Das Training ist abwechslungsreich und systematisch strukturiert.
    Es beinhaltet:

    • Wechsel zwischen Geraden und Bögen

    • Voltenarbeit

    • Übergänge

    • Seitwärts- und Rückwärtsbewegungen

    • gezielte Stangenarbeit

    • Variation von Tempo und Gangart

    Diese Vielfalt sorgt für eine gleichmäßige Gymnastizierung des gesamten Körpers.
    Gelenke und Sehnen werden geschont, einseitige Belastungen vermieden.

  • Durch den echten Dialog.
    Ihr wechselt Linien, baut neue Bewegungsaufgaben ein und variiert Tempo und Gangart.
    Dein Pferd bleibt aufmerksam und arbeitet aktiv mit, statt passiv „im Kreis zu laufen“.

  • Ziel ist die Entwicklung von:

    • Balance

    • Losgelassenheit

    • Koordination

    • tragfähiger Muskulatur       

    Das Pferd lernt, sich selbst in einer funktionalen und gesunden Bewegung zu organisieren. Das bildet eine wichtige Grundlage für die Reitausbildung ebenso wie für die langfristige Gesunderhaltung

  • Longieren als Dialog eignet sich für Pferde aller Ausbildungsstände.

    Besonders geschätzt wird es:

    • als Aufbau- und Ergänzungstraining zum Reiten

    • zur Rehabilitation und Gesunderhaltung

    • für junge Pferde als faire körperliche Vorbereitung auf das Reitpferdeleben

    • an Reitpausen oder reitfreien Trainingstagen

  • Die Übungen bauen systematisch aufeinander auf. Sie unterstützen das Pferd dabei, Kompensationsmuster zu lösen, Muskulatur neu zu organisieren und eine physiologisch sinnvolle Bewegung wiederzufinden. Im Mittelpunkt steht ein individuell angepasstes Bewegungstraining.
    Dieses orientiert sich am aktuellen körperlichen Zustand deines Pferdes – nicht an einem festen Trainingsplan.
    Jedes Pferd wird dort abgeholt, wo es gerade steht.

    Die Arbeit erfolgt über:

    • gezielte Übungen am Boden

    • differenziert ausgewählte Lektionen aus dem Konzept “Longieren als Dialog”

    • sensomotorische Trainingsaufgaben

    • Trainingstapes und Körperbänder zur unterstützenden Reizsetzung

  • Longieren ist hier kein „Bewegen im Kreis“, sondern ein differenziertes Kommunikations- und Trainingssystem.
    Die ausgewählten Lektionen fördern Koordination, Gleichgewicht und tragfähige Bewegung. Immer angepasst an die individuelle Situation des Pferdes.

  • Therapie und Training sind nicht getrennt voneinander zu betrachten.
    Gezielt aufgebaute Übungen:

    • regen Muskelaufbau an

    • verbessern Koordination

    • stabilisieren neue Bewegungsmuster

    Training sorgt dafür, dass diese neuen Muster nachhaltig gefestigt werden.
    Belastung und Anforderungen werden bewusst dosiert und kontinuierlich angepasst.

    • Pferde in der Rehabilitation

    • Pferde mit wiederkehrenden Verspannungen oder Kompensationsmustern

    • Pferde im Wiederaufbau nach Trainingspausen

    • Sportpferde zur Gesunderhaltung

    • Pferde, die sich unter dem Reiter nicht frei oder tragfähig bewegen

  • Ja.
    Bei Rehapferden, nach Verletzungen oder Operationen ist vor Beginn der Trainingstherapie eine tierärztliche Freigabe notwendig.
    Die Trainingstherapie ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Sie baut auf einer medizinischen Diagnostik und Freigabe auf und versteht sich als strukturierte bewegungstherapeutische Begleitung im weiteren Aufbauprozess.

  • Ziel ist eine schmerzfreie, tragfähige und koordinierte Bewegung.
    Sie bildet die Grundlage für:

    • langfristige Gesunderhaltung

    • erfolgreiche Rehabilitation

    • eine sichere Rückkehr in den Trainings- und Reitalltag

  • Die Intensität wird bewusst dosiert.
    Sie orientiert sich am Reaktionsverhalten des Pferdes und wird kontinuierlich angepasst.
    Qualität der Bewegung steht immer vor Dauer oder Umfang.